Erdwärmetauscher

Luft-Erdwärmetauscher


Die Außenluft wird durch ein geeignetes, speziell beschichtetes PP-Rohr zum Lüftungsgerät geführt. Dieses Erdwärmetauscherrohr wird in ca. 1,5m bis 2m Tiefe und mit ausreichend Gefälle verlegt. Speziell muss dabei auf die Entwässerung geachtet werden.



Luft-Erdwärmetauscher Schema

Kondensatablauf Inno-Kür Schema

Beispiel Kondensatablauf am Schema "Inno-Kür "

 

Sole-Erdwärmetauscher

 

Die Außenluft wird durch einen geeigneten Sole-Erd-Wärmetauscher (Soledefroster) zum Lüftungsgerät geführt. Dieser Soledefroster ist mit einer Leitung (PE- oder PE-Xa-Rohr) verbunden, welche in einer Tiefe von ca. 1,5m im Erdreich verlegt wird. Die Soleflüssigkeit, welche durch den Wärmetauscher fließt, temperiert dabei die angesaugte Außenluft.

 

Anschlußschema SLD302

Sole-Erdwärmetauscher SLD 302

Sole-Erdwärmetauscher
SLD 302

Funktionsprinzip

Sommerfall

Um eine Überhitzung der Wohnräume im Sommer von über 25°C zu vermeiden, wird der Einsatz einer Verschattung und eines Erdreichwärmetauschers (EWT) in Verbindung mit Lüftungsanlagen empfohlen. Über 1m2 Fensterglas (südwest- oder südostseitig) können ohne Verschattung bis zu 500 W Energieertrag ins Gebäude gelangen. Die dadurch entstehende Überhitzung kann bis in die Morgenstunden anhalten. Mit einer gut geplanten Lüftungsanlage in Verbindung mit einem Erdwärmetauscher kann die Raumtemperatur im Gegensatz zur Fensterlüftung auch bei ungünstigen Außenbedingungen (z.B. Gewitter, Lärm, Feinstaub, Pollenflug) auf unter 25°C reduziert werden.

Winterfall

Je größer der Wirkungsgrad Ihres Lüftungsgerätes ist (Fläche des Wärmetauschers), desto mehr Kondensat fällt im Winter fortluftseitig im Lüftungsgerät an. Der Wärmetauscher darf im Winter nicht vereisen, da so Druckdifferenzen entstehen können und der Wärmetauscher im schlimmsten Fall sogar zerstört werden kann. Ein Einfrieren muss also unbedingt verhindert werden.

Unabhängig von Ihrer Entscheidung, welche Lösung Sie wählen, ist eine sorgfältige Planung empfehlenswert.

Vorerwärmung im Winter durch eine Elektrische Defrosterheizung

 

Eine elektrische Defrosterheizung im Lüftungsgerät oder, wie im Bild zu sehen, mit Vorfilter in einem schwitzwasserisoliertem Gehäuse erwärmt die Außenluft bei Frost.

Nachteil: die Außenluft wird im Sommer nicht gekühlt.

elektrische Defrosterheizung

Nicht empfohlene Varianten:

Rotations-Wärmetauscher

Bei einem Rotationswärmetauscher besteht die Möglichkeit, dass verschiedene Gerüche (z.B. Küche) aus der Abluft der Frischluft wieder zugeführt werden und die Außenluft wird im Sommer nicht gekühlt.

Absenkung des Außenluft-Volumenstromes

Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt (< 0°C) wird der Außenluft-Volumenstrom im Lüftungsgerät abgesenkt. Die Außenluft erhält hierdurch aus der Abluft mehr Energie, wodurch ein Einfrieren des Kondensats im Wärmetauscher verhindert wird. Nacheil: Es entsteht ein Unterdruck im Gebäude (nach DIN 1946/6 sind ausgeglichene Volumenströme gefordert).

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