Unterschiede beim Lüftungsmaterial

Wie in vielen Bereichen gibt es deutliche Unterschiede bei der Qualität des Materials. Dies ist nicht immer auf dem ersten Blick erkennbar und erschwert den Vergleich von Angeboten. Sie müssen für sich erkenne, was soll meine Anlage leisten. Eine „geräuschfreie“ Anlage, welche dauerhaft saubere Zuluft liefert und dabei wenig Energie verbraucht, stellt eine höhere Herausforderung an das Material und die Verarbeitung, als eine Anlage, welche nur den Feuchteschutz sicherstellt.

Lüftungsgerät

Die Auswahl an Lüftungsgeräten ist sehr groß, fast jeder Heizungslieferant hat mittlerweile zentrale und dezentrale Lüftungsgeräte zur Auswahl.  Unterschiede gibt es natürlich auch bei diesen. Der Aufbau der Geräte ist ähnlich, das Innenleben weiß aber deutlich Unterschiede auf. Luftführung, Dämmmaterial, Größe der Anschlüsse und die Lüfter wirken sich entscheidend auf die Qualität (z.B. den interne Druckverlust, den Stromverbrauch und die Wärmerückgewinnung) aus. Um die Lüftungsgeräte zu vergleichen empfehlen wir einen Blick in die Passivhausdatenbank (www.passiv.de). Die hier gelisteten Geräte sind nach einem einheitlichen Standard geprüft und somit vergleichbar.

Schalldämpfer

 

Bei den Schalldämpfern muss man auf mehrere Dinge achten. Zuerst mal gibt es die Schalldämmpackung in verschiedenen Stärken. 25mm sind natürlich günstiger als 50mm, funktionieren aber auch nicht so gut.

Einen deutlichen, aber kaum sichtbaren Unterschied gibt es bei der Verarbeitung und beim verwendeten Material. Die am häufigsten verwendeten Schalldämpfer sind flexible Telefonieschalldämpfer. Diese bestehen aus einem geschlossenen Flexrohr außen und einem perforierten Flexrohr innen. Bei guten Schalldäpfern ist das Material dicker, und kann nicht so leicht beschädigt (undicht) werden. Der größte Unterschied besteht allerdings in dem was zwischen den beiden Flexrohren liegt. So wird bei den günstigen Schalldämpfern einfache Glaswolle rein gepackt. Über den perforierten Flexschlauch können von der Glaswolle Partikel mit der Zuluft in die Wohnräume transportiert werden.
Die Schalldämpfer unseres InoAir-Systems sind gefüllt mit Mineralwolle, frei von potenziell allergieauslösendem Formaldehyd, Phenol und Acryl. Ohne künstliche Farben, Bleich- oder Färbemittel gebunden, ausgezeichnet mit „Der blaue Engel“ und Eurofins Indoor Air Comfort-Gold.

Wickelfalzrohr

Kleiner Unterschied mit großer Wirkung!
Wir verwenden bei unserem InoAir-System ausschließlich Rohre der Firma Lindab. Diese werden extra mit Dichtheitsklasse D beschrieben. Beim Großhandel, wo die meisten Handwerker ihr Material beziehen gibt es Rohre, die zwar ziemlich gleich aussehen, aber deren Verarbeitung teils sehr zu wünschen übrig lässt. Die Angabe Dichtheitsklasse fehlt da nicht ohne Grund, die sind wirklich nicht dicht! Bei der Herstellung der Rohre wird ein breiter Metallstreifen zu einem Rohr gefalzt. Bei unseren Rohren ist diese Falz extra dicht. Bei der günstigen Variante ist diese Falz oft mangelhaft und dementsprechend undicht. Das kann je nach Länge der Leitungen zu hohen Leckagen und damit höherem Druckverlust führen. Die Zusätzliche Luftmenge muss das Gerät noch mit Fördern, womit sich der Stromverbrauch erhöht. Selbst die Dichtheitsklasse D hat ganz geringe Leckagen. Je schlechter die Dichtheitsklasse der Rohre ist erhöht sich der Wert um jeweils ca. das dreifache. Von D zu A ist der Faktor also das 27ig fache. Ein InoAir-System hat einen Druckverlust von unter 100 Pa. Bei 180 m³/h Nennluftmenge ergibt sich ein Verlust von 3 - 4 m³/h. Bei Dichtheitsklasse A würde das einen Verlust von mindestens 81 m³/h bedeuten. Schlechte Verbindungen, Schrauben oder Nieten noch nicht mit eingerechnet. Statt der 180 m³/h müsste das Gerät also 261 m³/h Luft bewegen, damit an den Ventilen noch eine Nennluftmenge von 180 m³/h an kommt. Das ist bei normaler Auslegung des Geräts meistens schon nahe an der Maximalleistung.

Leckagen von Wickelfalzrohr bei unterschiedl. Dichtheitsklassen Quelle: Lindab

Verteiler und Schlauchsystem

Luftverteiler für Schlauchsysteme gibt es als einfache Blechkästen mit den entsprechenden Anschlüssen. Gute Verteiler sind mit Schalldämmmaterial ausgekleidet und haben teilweise noch zusätzliche Schalldämmelemente verbaut.

Die Verteilschläuche sehen wie die Wickelfalzrohre auf den ersten Blick alle gleich aus, außer das jeder Hersteller eine andere Farbe anbietet. Den Preisunterschied machen hier spezielle Beschichtungen gegen statische Aufladung und Schimmel.

Ventile

Lüftungsventile sehen auf den ersten Blick ziemlich gleich aus. Aber auch da gibt es feine Unterschiede. Selbst wenn die Anlage sehr leise ist, erzeugen viele Ventile Eigengeräusche, die für den Nutzer stöhrend sein können. Unsere Ventile sind so strömungsoptimiert, so dass sie kein Eigengeräusch erzeugen. Zusätzlich dazu sind sie nano-beschichtet und damit staubabweisend.

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