FAQ – Wichtige und häufig gestellte Fragen

Inhaltsverzeichnis

  1. Planung ist nicht gleich Planung.
  2. Welche Bearbeitungszeiten und Fristen sollte ich einplanen?
  3. Welche Faktoren haben Einfluss auf die Energieeffizienz und somit auch auf die Energiekosten?
  4. Warum sollte ich eine Sole-Wärmepumpe einsetzen?
  5. Warum betrachtet man Luft als Lebensmittel?
  6. Worin liegt der Unterschied zwischen der Lüftung zum Feuchteschutz oder dem hygienisch erforderlichen Außenluftvolumenstrom?
  7. Qualitätskriterien für das Lüftungsgerät im InoAir-Frischluftsystem
  8. Qualitätskriterien für InoAir-Luftverteilsysteme
  9. Qualitätskriterien für die Inbetriebnahme im InoAir-Frischluftsystem
  10. Welchen besonderen Nutzen haben Sie von einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung?
  11. Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Radonkonzentration im Boden und der Lüftung über eine Lüftungsanlage?

 

1. Planung ist nicht gleich Planung.

Bei der Qualität der Haustechnikplanung gibt es zum Teil große Unterschiede zwischen den Anbietern.

Wo ist der Unterschied zwischen Leitungsvorschlag und Planung?

Viele Anbieter nutzen Wörter und Wortkombinationen, die nach einer Planung klingen, z.B. Leitungsvorschlag, Leitungsschema usw. Eine richtige Planung sollte die aktuell gültigen technischen Regeln und Normen, die wichtigen Aspekte wie Hygiene, Geräuschfreiheit und Revisionierbarkeit sowie einfache Montage berücksichtigen.

Worauf sollten Sie achten, wenn Sie Planungsangebote für die Lüftungsanlage vergleichen?

Ziel der Planung: dauerhaft sauberere Zuluft gegenüber einer Fensterlüftung

Wer führt diese Planung aus?
Wie viele Bauvorhaben wurden von dem Anbieter bereits geplant?
Welche Aussagen werden zum Schallpegel und Druckverlust gemacht?
Werden Revisionsmöglichkeiten (einfache und schnelle Wartung) einbezogen?
Wird der Leitungsverlauf mit Ihnen abgestimmt?
Erhalten Sie am Ende eine Planungszeichnung mit 3D-Schema?

Zum Vergleich der Antworten empfehlen wir Ihnen unser Datenblatt InoAir-Systemplanung zu nutzen.

 

2. Welche Bearbeitungszeiten und Fristen sollte ich einplanen?

In der Regel benötigen wir...

Bearbeitung Ihrer Anfrage: 1 bis 3 Werktage
Planung einer Lüftunganlage: 2 bis 4 Wochen
Planung Heizung: 3 bis 5 Wochen
Lieferung Lüftungsgerät: 2 bis 4 Wochen
Lieferung Lüftungsmaterial: 2 bis 5 Werktage, Sonderbauteile ausgenommen
Lieferung Wärmepumpe: 3 bis 6 Wochen
Inbetriebnahme-Termine: 1 bis 3 Wochen

Diese Angaben sind ohne Gewähr und gelten bei Vorlage Ihres schriftlichen Auftrages sowie nach Klärung aller notwendigen Bestelldetails [Bauform, Lieferanschrift…]
Bei kurzfristiger Beauftragung können wir individuelle Planungsdetails zuarbeiten, damit Ihr Bauablauf reibungslos weiter laufen kann.
Wir vertrauen dabei auf Ihre Mithilfe, vor allem bei der Abstimmung.

3. Welche Faktoren haben Einfluss auf die Energieeffizienz und somit auch auf die Energiekosten?

Egal ob Neubau oder Sanierung, Ihre Entscheidung für eine Komponente der Haustechnik treffen Sie nicht kurzfristig sondern für die nächsten 10 bis 20 Jahre. Daher ist es günstig, Technik auszuwählen, die bereits heute einen Schritt weiter ist.

Zum einen die Gebäudehülle. Fugendicht und richtig gedämmt bildet sie die Basis. Dazu kommen noch die passenden Fenster (3fach verglast) und Türen. Im Neubau können Sie die Standards Passivhaus oder Niedrigenergiehaus erreichen. Bei Sanierungen und Modernisierungen sollten die entsprechenden Investitionen vom Zustand des Objektes her überprüft werden.

Mit den entsprechenden Voraussetzungen lässt sich Aufwand und Dimension der eingesetzten Haustechnik bereits reduzieren.

Grafik Energie FAQ

Grafik Energiebedarf

 

 

4. Warum sollte ich eine Sole-Wärmepumpe einsetzen?

Einige unserer Kunden fragen sich, wieso sie eine Sole-Wärmepumpe einsetzen sollten. Eine Luft-Wärmepumpe gibt es auch und dafür ist der Aufwand geringer.

Eine Sole-Wärmepumpe hat entscheidende Vorteile. Sie funktioniert auch im Winter bei Minusgraden, da sie nicht einfriert. Im Sommer ist auch eine passive Kühlung möglich. Die Sole-Wärmepumpe ist leistungsstärker (COP-Zahl).

Weitere Vorteile finden Sie hier.

5. Warum betrachtet man Luft als Lebensmittel?

Luft ist Leben! Wir können eine kurze Zeit auf Essen oder Trinken verzichten. Die Luft hingegen brauchen wir immer zum Leben. Daher wird Luft auch als „Lebensmittel“ betrachtet. Mit zunehmender Umweltverschmutzung gelangen immer mehr Gifte und Schadstoffe in die Luft und werden von uns eingeatmet.

Die Aufbewahrung, Aufbereitung und der Transport des "Lebensmittels" Luft muss daher so erfolgen, dass jeder negative Einfluss auf dessen Qualität und die Hygiene vermieden wird.

Raumlufttechnische Anlagen, die nach VDI 6022 konstruiert und betrieben werden, können relevante Mengen von Schadstoffen aus der Luft entfernen und damit die Beschwerdehäufigkeit der Raumnutzer reduzieren. Mit unserem InoAir-Frischluftsystem werden diese Anlagen in keinem Fall selbst Quelle von Verunreinigungen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz der Raumnutzer. Ziel ist dauerhaft sauberere Zuluft gegenüber einer Fensterlüftung zu erreichen.

6. Worin liegt der Unterschied zwischen der Lüftung zum Feuchteschutz oder dem hygienisch erforderlichen Außenluftvolumenstrom?

Durch den Einbau neuer Fenster sind die Gebäude in der Regel sehr dicht. Dadurch gewinnt das richtige Lüften an Bedeutung.

Man unterscheidet eine Lüftung zum Feuchteschutz, welche Feuchteschäden (z.B. Schimmel) vermeiden soll. Auf der anderen Seite steht der hygienische Luftwechsel, der für eine gesunde Raumluft sorgt und Gesundheitsschäden in Folge zu hoher Schadstoffbelastung (Radon, Schimmel, CO2, Dämpfe, VOC, Gase von Baumaterialien, Fußbodenbelägen sowie Haus- und Feinstäube) vermeidet.Grafik hygienischer AuL-V-Strom

Der hygienische Luftwechsel lässt sich meist nach aktuellem Stand der Technik nicht mehr über die bloße Fensterlüftung realisieren. Die Lösung kann eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sein. Sie sorgt nicht nur für gesunde Raumluft, sondern nutzt die vorhandene Wärme im Gebäude gezielt, um dadurch Energiekosten einzusparen.

Eine Feuchteschutzlüftung in Abwesenheit der Bewohner (z.B. Urlaub, Arbeit o.ä.) ist vom Betreiber / Vermieter zu gewährleisten. In den meisten Fällen ist eine Feuchteschutzlüftung durch eine fehlende Fugen-Infiltrationslüftung auch bei Abwesenheit nicht sicher gestellt. Hieraus ergeben sich für den Planer und Betreiber erhebliche Haftungsrisiken.

 Download: Merkblatt Haftungsrisiken  227.7 KiB

 Wie sie die erforderliche Luftmenge für Ihr Gebäude ermitteln erfahren Sie hier.

 7. Qualitätskriterien für das Lüftungsgerät im InoAir-Frischluftsystem

novus (F) 300/450

novus (F) 300/450

  • Aufstellraum für das Lüftungsgerät muss frostfrei sein > 10°C
  • Über dem Gerät Platz für Luftkanäle und Schalldämpfer einplanen
  • Lüftungsgerät kann nicht auf dem Boden stehen (wegen Siphon)
  • Abluftfilter G4 im Gerät
  • Fernbedienteil sollte im Flur/Eingangsbereich in Augenhöhe installiert sein
  • Regelung für min 3-Stufenbetrieb (70%/100%/130%  von Stufe Normallüftung)
  • Frostschutz erforderlich (elektrisch, Luft-EWT oder Sole-EWT)
  • Automatischer Sommerbypass im Lüftungsgerät
  • Abfluss für Kondenswasser vom Lüftungsgerät, Soledefroster und Luft-Erdwärmetauscher mit 2 Siphons (1 Trockensiphon u. 1 Siphon mit Einlauftrichter) einplanen

8. Qualitätskriterien für InoAir-Luftverteilsysteme

Material rund_Cutter

Material rund_Cutter

  • Dichtheitsklasse D
  • Luftqualität nach DIN EN 13779 für die komplette Luftverteilung
  • Außenluftansaugung in ausreichender Höhe über Gelände, mit Wetterschutz und Grobgitter; Fortluftauslass mit Tropfkante und Grobgitter
  • Außenluft und Fortluft sollten mit möglichst großem Abstand zueinander nach außen verlegt sein, optional Kombielement verwenden
  • Beim  Außenluftdurchlass ist zu beachten, dass keine Abgase von Feuerstätten, oder Dachdurchführungen der Abwasserrohre angesaugt werden
  • Außenluft-Filter Klasse F7 oder besser (nach VDI 6022)
  • Kurze Kanäle für Außen- und Fortluftluft, mit diffusionsdichter Wärmedämmung
    (≥ DIN 1946-6)
  • Geräte- und Telefonie-Schalldämpfer in Zuluft und Abluft zwischen den Räumen
  • Revisionsöffnungen (jeder Leitungsabschnitt muss revisionierbar sein)
  • einstellbare Zuluftventile (Weitwurfdüsen o. Tellerventile je nach Lage im Raum)
  • einstellbare Abluftventile (je nach Nutzung mit oder ohne Filter)
  • Überströmöffnungen von Raum zu Raum, bei Mehrfamilienhäusern ggf. Brandschotts, Brandschutzklappen oder Kaltrauchsperren

9. Qualitätskriterien für die Inbetriebnahme im InoAir-Frischluftsystem

Einmessen dern Volumenströme

Einmessen dern Volumenströme

  • Inbetriebnahme (IBN) der kompl. Lüftungsanlage, Defrosterheizung / Sole- Lufterdwärmeübertrager, Sicherheitseinrichtungen
  • Messen bei der IBN der Lüftungsanlage Luftgeschwindigkeit und Lufttemperatur
  • Einregulieren der Ventile und Sichern aller Luftdurchlässe
  • Einweisung in die Bedienung und Wartung der Anlage (mit dem Nutzer / Betreiber)
  • Vorführung der Kontroll- und Reinigungsmöglichkeiten  der kompl. Anlage
  • Balance-Abgleich der Zu- und Abluft vom Lüftungsgerät (Disbalance max. 10%)
  • Balance-Abgleich der Zu- und Abluft in den Räumen (Disbalance max. 10%)
  • Messprotokoll in der Normlüftung mit Volumenströmen und des Stromverbrauches der Lüftungsanlage in den 3 Lüftungsstufen
  • Bitte alle Punkte vor Auftragsvergabe vereinbaren

10. Welchen besonderen Nutzen haben Sie von einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung?

Die wichtigsten Vorteile sind, dass Sie in Ihren Wohnräumen frische, gesunde Luft atmen. Sie haben weniger Staubbelastung durch die Vorfilterung der Zuluft.
Durch die Wärmerückgewinnung kann die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage gesenkt werden. Sie sparen dadurch an den laufenden Energiekosten ein.
Darüber hinaus sparen Sie viel Zeit ein, weil Sie nicht über die Fenster lüften müssen.
Schimmelbildung wird vermieden.

 Download: Lüftungsvorteile  251.1 KiB

11. Welche Zusammenhänge gibt es zwischen Radonkonzentration im Boden und der Lüftung über eine Lüftungsanlage?

Karte RadonGesteine und Böden sind Radonquellen, da sie Uran und Radium in unterschiedlichen Konzentrationen enthalten. Abhängig von den örtlichen Gegebenheiten kann die Radonkonzentration Werte erreichen, die eine Erhöhung des Krebsrisikos bedeuten. Der Gesetzgeber hat hier noch keine genauen Grenzwerte festgelegt. Nach der WHO sollte 100 Becquerel pro Kubikmeter als höchstzulässige Radonkonzentration in Neu- und Altbauten gelten. Faktoren wie die Bauweise eines Gebäudes, vorhandene Unterkellerung und Durchlässigkeit des Bodengrundes spielen eine Rolle. Genaue Auskünfte kann nur eine individuelle Messung geben.

Neben der Bauweise des Gebäudes kann eine Lüftungsanlage dabei helfen, etwaige Radonkonzentrationen zu senken und somit das Gesundheitsrisiko zu mindern.

Quellen: http://www.radon-info.de, http://de.wikipedia.org/wiki/Radonbelastung

 

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