
Erklärung zum Enthalpiewärmetauscher
Vor- und Nachteile
Alternativen
Ein Enthalpiewärmetauscher für Lüftungsgeräte ist ein spezieller Wärmetauscher, der dabei hilft, die Luftfeuchte im Winter konstant zu halten.
Das bedeutet: Im Winter holt er die Wärme und etwas Feuchtigkeit aus der Abluft, bevor diese nach draußen geleitet wird. Über eine spezielle Membran überträgt er Wärme und Feuchtigkeit an die kalte und frische Außenluft. So wird die frische Luft vorgewärmt und trocknet nicht zu stark aus.
Kurz gesagt: Ein Enthalpiewärmetauscher sorgt dafür, dass die Luft in einem Gebäude angenehmer ist und weniger Energie gebraucht wird.
Die Funktionsweise des Enthalpietauschers
Die warme, feuchte Abluft strömt von einer Seite durch den Wärmetauscher nach draußen. Die kalte, oft trockene Frischluft strömt gleichzeitig von der anderen Seite durch den Wärmetauscher ins Gebäude. Dabei gibt die Abluft ihre Wärme und einen Teil der Feuchtigkeit an die Zuluft ab. Verantwortlich dafür ist eine speziell entwickelte Membran. Beide Luftströme bleiben getrennt, um eine Kontamination zu verhindern. Auf diese Weise wird die Frischluft vorgewärmt und befeuchtet und die Abluft gleichzeitig gekühlt und entfeuchtet.
Für die Übertragung der Feuchtigkeit wird das physikalische Grundprinzip der Diffusion von Wasserdampf durch die Membran genutzt. Außer den Wassermolekülen wird nichts über die Membran übertragen. Das Prinzip unterscheidet sich somit vor allem im Punkt Hygiene grundsätzlich von Rotations-Wärmetauschern oder Geräten mit Umluftbetrieb.
Durch das Material, aus dem die Membran besteht, haben Enthalpietauscher eine leicht schlechtere Wärmerückgewinnung als normale Wärmetauscher.
Sind diese Wärmetaucher effektiv und worauf muss achten?
Die Wirkung der Enthalpietauscher wird stark bestimmt von der Menge an Feuchtigkeit, die Sie als Nutzer erzeugen. Wo keine Feuchtigkeit anfällt, kann der Wärmetauscher nichts zurückgewinnen. Darum kann keine Aussage getroffen werden, um wie viel Prozent sich die Feuchtigkeit bei einem Wechsel ändert.
Wenn Sie sich für einen Enthalpiewärmetauscher entscheiden, empfehlen wir, diesen nur in der Kernzeit des Winters einzusetzen. Im Frühjahr, Sommer oder Herbst kann zu hohe Luftfeuchtigkeit schnell zu einem Problem werden.
Vor- und Nachteile des Enthalpiewärmetauschers
Vorteile
- angenehmeres Raumklima durch die Feuchterückgewinnung
- Frostschutz: Da der Tauscher nicht so schnell vereist (oft erst ab ca. \(-6\) °C oder tiefer, statt bei \(-4\) °C), kann er länger ohne Vorheizregister betrieben werden.
- Spezielle Membranen übertragen nur Wasserdampf, keine Gerüche, Viren oder Bakterien.
Nachteile
- höhere Anschaffungskosten
- höheres Schimmelrisiko: Wenn zu viel Feuchtigkeit im Gebäude bleibt (gerade bei Neubauten)
- geringerer Wärmerückgewinnung
- höherer Druckverlust
- Begrenzte Feuchterückgewinnung: nur tatsächlich anfallende Feuchtigkeit kann zurückgewonnen werden
| ComfoAir Q 350 ERV | Flair 325 Enthalpie | Novus 300 F | ||
|---|---|---|---|---|
| Effizienzzahl | - | 0,76 | 0,72 | |
| Geräteschall | dB(A) | 43,0 | 44,5 | 43,0 |
| Wärmebereitstellungsgrad | % | 81 | 86 | 84 |
| Elektrische Leistungsaufnahme | Wh/m3 | 0,21 | 0,21 | 0,26 |
| Feuchterückgewinnung (Winter) | % | 75 | 77 | 73 |
EVAP: Die Alternative zum Feuchtewärmetauscher
Luftbefeuchter in einzelnen Räumen schaffen nur bedingt Abhilfe und sind zum Teil wahre Keimschleudern. Die Firma Brink bietet mit dem Evap-Modul eine komfortable Lösung. Dieses Gerät ist besonders effizient und wird in die Zuluft der Lüftungsanlage eingesetzt.










